Leichtgewichtiges Linux für Netbooks: Easy Peasy

linux für netbooks
Ja es gibt sie noch. Die guten alten Netbooks. Alles was ein Tablet nicht kann, kann ein Netbook immer noch. Ausgestattet mit einer guten Tastatur, einem SD-Karten Leser, USB Ports und lange haltenden Akkus sind die mittlerweile günstig zu bekommenden Netbooks in ganz vieler Hinsicht den Tablets überlegen.

Ja es ist meiner Meinung nach sogar immer noch Chromebooks überlegen, da es wesentlich mehr Funktionen bietet. Mir sind Netbooks immer noch lieber als Chromebooks irgendwie. Sie sind kleiner, günstiger, vielseitiger und können sich wesentlich besser in das Leben eines Webworkers integrieren.

Das perfekte Betriebssystem für Netbooks

Doch welches Betriebssystem soll man auf das Netbook spielen?
Ein Windows 7 System läuft auf den recht langsamen Festplatten und meist nur 1 GB RAM verbautem Speicher doch eher schleppend. Es macht auf jeden Fall keinen Spaß. Es muss also ein Linux Leichtgewicht als Alternative her. Bisher habe ich auf Fuduntu als Distribution gesetzt. Allerdings ist das Projekt seit einiger Zeit eingestampft worden und bietet keine aktuellen Quellen mehr.

Easy-Peasy als leichtgewichtiges Linux für Netbooks

Also habe ich mal meinen Start in die Netbook-Linux Welt mal wieder aufgekrempelt und Easy-Peasy erneut getestet.

Nach allem, was ich bisher getestet habe, ist Easy-Peasy in der mittlerweile 1.6 Version ein ziemlich gutes und leichtes System. Kein Wunder, da es ja eigentlich für die Eee PC entwickelt wurde (ehemals Ubuntu Eee).

Nach der Installation bedarf es bspw. auf einem ASUS Eee PC R105 keiner weiteren Installation von Treibern. Netzwerk, WLAN, Audio, SD Kartenleser, USB und der Sleep Mode funktionieren auf Anhieb. Hibernate Mode natürlich ebenso.

Leistung der Hardware unter Easy-Peasy

Wenn man sich die HDD (Schreib- und) Lese-Raten anschaut, dann kann ich durchaus behaupten, Easy-Peasy reizt „meinen“ ASUS R105 voll aus. Die Festplatten Leistungen lassen sich durchaus sehen.
easypeasy Festplatten IO Leistung mit ASUS R105

Auch die allgemein empfundene Performance des ASUS Eee PC R105 ist wesentlich höher als bei Fudundu. So lassen sich bspw. große JPG Dateien einer DSLR vernünftig schnell durchsehen. Bei Fuduntu war es eigentlich eine absolute Qual.

Ressourcenverbrauch

Easy-Peasy nimmt sich wirklich wenig Ressourcen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Betriebssystem gesehen habe, dass sich nur 190 MB Speicher gekrallt hatte.
systemressorcen

Aktualität des Systems

Auch wenn man das komplette System mit „sudo apt-get update“ und „sudo apt-get upgrade“ im Terminal auf den komplett neuesten Stand versetzt, so bleibt eine Sache nicht verborgen: Das aktuelle Easy-Peasy basiert auf einem alten Ubuntu 10.04, dass nicht mehr unterstützt wird, so dass Applikationen, wie bspw. der Firefox so veraltet sind, dass diverse Internet Dienste die Zusammenarbeit verweigern. Es gibt nur noch Sicherheitsupdates aber keine Updates mehr für Applikationen mit Desktop-Unterstützung.

Browser
Man kann es drehen und wenden wie man möchte, Easy Peasy ist eine veraltete Linux-Distribution für Netbooks, auch wenn nicht so veraltet wie Fuduntu.

Fazit zu Easy Peasy 1.6

Es ist war ein altes System, allerdings funktioniert so gut wie alles völlig einwandfrei. Mit dieser Distribution lässt sich ein Netbook durchaus produktiv einsetzen.

In den nächsten Tagen werde ich dennoch einmal aktuelle Distributionen wie Linux Mint 17, Elementary OS (0.2), Bodhi Linux, Xubuntu und Lubuntu testen.

Nach testen von Xubuntu kann ich nur jedem mit einem Netbook raten, Xubuntu zu installieren. Es ist aktuell, es ist schnell und es bietet alles, was auch Easy Peasy Linux geboten hätte. Es verbraucht sogar etwas weniger CPU Leistung, da ich seit Installation von Xubuntu den CPU Lüfter kein einziges Mal gehört habe.

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Elementary OS ist super! Läuft sogar auf meinem 6 Jahre alten Laptop (AMD Turion X64 (2x 2GHz) + 2GB DDR2 + GeForce 8400M) noch gut. Für ein Netbook wird es mit Gnome3 basiertem Desktop allerdings knapp. Versuche es doch auch noch mit Bodhi Linux!

  2. Easy Peasy – Heißt das wirklich so? Ja echt! Ich schmeiß mich weg ;-)))
    Ich hab mich hier (http://bit.ly/1EFv5z1) für ein „seriöses“ Lubuntu entschieden. Wissenschaftliche Geschwindigkeits-Tests habe ich aber (noch) nicht gemacht. Welches Tool hast du für diesen Artikel genutzt?

  3. Wahrscheinlich wird das Lubuntu wirklich am saubersten laufen, da LXDE tatsächlich für Maschinen mit wenig Leistung entwickelt wurde.
    Die Tools sind Easy Peasy eigene Apps (wahrscheinlich auf bei jedem Ubuntu dabei). „Laufwerksverwaltung“ und „Systemüberwachung“

  4. Hallo,
    netter Bericht, ich hatte damals EasyPeasy auf meinem ersten Eee701 laufen.
    Als Tipp für heutige Netbooks hätte ich LinuxMint in der Debian-Edition.
    Das läuft auf meinem Eee-X101. Es nimmt zwar gute 6GB ein (wenn man nach
    der Installation raus wirft was man nicht Braucht) , läuft aber gegenüber Ubuntu
    oder Fedora echt flüssig. Zudem bringt es alle Codecs von Haus aus mit. Es nimmt im
    Leerlauf ca 250MB-Ram, und es läuft alles was als .deb Installationsdatei daher
    kommt, skype, chrome, vlc, sogar eine XBMC-Variante gibt es.
    Und mein X101 hat nur einen 1,2 Ghz Single Atom.

  5. Nein, ein aktuelles Mint funktioniert leider auf den kleinen Screens nicht. Bereits bei der Installation wird ein Fenster zu groß dargestellt, so dass eine Installation unmöglich ist.

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