Ugreen Powerbank 20000mAh im Langzeit-Test: Meine Erfahrungen mit der Nexode 130W

Die Ugreen Powerbank mit 20.000 mAh und 130 Watt habe ich seit knapp zwei Jahren im Einsatz — und euch hier im Blog davon noch nichts erzählt, obwohl mein Video dazu genauso lange auf YouTube liegt. Zeit, das nachzuholen, denn die kleine Nexode ersetzt bei mir nach wie vor eine ausgewachsene Powerstation. Gesucht hatte ich eine kompakte Lösung, die mein MacBook Air M1 samt mobilem Monitor versorgt, ohne dass ich dafür meine klobige CTECHi mitschleppen muss. Die versprochenen 72 Wattstunden habe ich mehrfach nachgemessen, und sie wurden jedes Mal eingehalten.

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Transparenz vorab: Ugreen hat mir die Nexode Powerbank damals zum Testen zur Verfügung gestellt. An das mitgelieferte Briefing halte ich mich allerdings nicht — was du hier liest, sind meine eigenen Messungen und Erfahrungen.

Warum ich eine kompakte Powerbank gesucht habe

Zum mobilen Arbeiten nutze ich ein MacBook Air M1 und einen mobilen Monitor, und bisher hing beides an meiner CTECHi GT200 Powerstation. Die leistet zwar gute Dienste, zum Mitnehmen ist sie aber schlicht zu klobig — in der Hängematte stört so ein Kasten ganz erheblich mehr als ein Gerät im Taschenformat.

Dazu kommen zwei weitere Szenarien, die bei mir regelmäßig anfallen. Die Akkus der meisten Action Cams sind nach dreißig bis vierzig Minuten leer, was lange Timelapse-Aufnahmen von Wolken oder einer kompletten Wanderung unmöglich macht. Mit einer Powerbank im Rucksack und einem Kabel zur Bodycam vorne am Gurt läuft die Kamera dagegen über die gesamte Tour durch. Und bei der nächsten Flugreise brauchen meine Kinder einen Akku, der die Nintendo Switch über den kompletten Flug am Leben hält.

Außerdem Thema mobiles Arbeiten. Wenn Du 8h fern von Steckdosen arbeiten willst, dann wirst Du ohne einer solchen Powerbank nicht weit kommen:

ugreen powerbank

Warum Anker für mich nicht mehr infrage kam

Bei Powerbanks landet man bei der Recherche fast automatisch bei Anker. Für mich war die Marke diesmal trotzdem raus, und das hat einen konkreten Hintergrund: Meine Anker 535 wurde wegen eines Brandrisikos zurückgerufen, die Anker 321 ebenfalls, und auf der Rückrufseite des Herstellers standen damals außerdem ein Lautsprecher und ein Konferenzlautsprecher. So etwas kann jedem Hersteller passieren, der Lithium-Zellen verbaut. Wenn der Akku aber im Rucksack direkt an meinem Rücken hängt, fließt diese Historie bei mir eben in die Kaufentscheidung ein.

Also habe ich nach Alternativen gesucht — und genau in dem Moment fragte Ugreen an, ob ich ihre neue Nexode Powerbank testen möchte. Von Ugreen sind mir bislang weder Rückrufe noch andere Probleme mit Akkusystemen bekannt, und ein Neuling auf dem Markt ist die Firma auch nicht. Ein paar Ugreen-Geräte habe ich ohnehin schon im Einsatz, etwa das Ugreen NAS DXP-4800 Plus, und die Produkte werden von Mal zu Mal besser.

Die Ugreen Nexode Powerbank 20000mAh im Detail

Beim Auspacken war ich sofort positiv überrascht, wie hochwertig die Verarbeitung für diesen Preis ausfällt. Die Powerbank ist kompakt und handlich, wirkt dabei aber alles andere als billig — ein kleines Kraftwerk, das jede Menge Leistung auf engem Raum unterbringt.

ugreen powerbank größenvergleich

Im Inneren stecken vier 21700-Lithium-Ionen-Zellen mit jeweils 5.000 mAh. Die Angabe von 20.000 mAh bezieht sich übrigens auf 3,6 Volt Zellspannung, das entspricht 72 Wattstunden. Bei 5 Volt stehen dann noch rund 11.000 mAh bei ungefähr 6 Ampere zur Verfügung — eine Umrechnung, die viele Hersteller gerne im Kleingedruckten verstecken.

ugreen powerbank anschlüsse

Bei den Anschlüssen verteilt sich die Leistung so:

Port Ausgang Eingang
USB-C 1 bis 100 W bis 65 W
USB-C 2 bis 30 W
USB-A bis 22,5 W

Die maximale Gesamtausgangsleistung liegt bei 130 Watt über die beiden USB-C-Ports.

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Praxistest: MacBook Air M1 mit und ohne mobilen Monitor

Mein MacBook Air M1 hat einen 50-Wattstunden-Akku, und damit ergibt sich folgende Rechnung: Einmal den MacBook-Akku leeren, dann etwa zwei Stunden und neunzehn Minuten bei 34 Watt aus der Powerbank nachladen, und anschließend den vollen Akku noch einmal komplett nutzen. Unterm Strich arbeite ich so fast dreimal so lange wie ohne Powerbank und komme ohne zusätzlichen Monitor knapp durch einen Acht-Stunden-Tag.

Hänge ich den mobilen Monitor mit dran, steigt die Aufnahme auf 44 Watt, und die Powerbank liefert dann noch etwa eine Stunde und siebenundvierzig Minuten. Rechnerisch kommen bei meinen Messungen jedes Mal mehr als die von Ugreen angegebenen 72 Wattstunden heraus — die Angabe hält also, was sie verspricht, und das habe ich nicht nur einmal geprüft. Wer wie ich regelmäßig mit Monitor unterwegs arbeitet, wäre mit einer größeren Variante mit 25.000 mAh allerdings noch besser bedient.

ugreen powerbank mit monitor

TFT-Display und Trickle Charging

Was mir an der Ugreen Powerbank besonders gefällt, ist das TFT Smart Display. Es zeigt die Restkapazität, die verbleibende Lade- beziehungsweise Entladezeit und die Leistung, die gerade aus den einzelnen Ports gezogen wird. Gerade beim Arbeiten am MacBook ist der Blick auf die tatsächliche Wattzahl deutlich hilfreicher als vier blinkende LEDs.

Dazu kommt ein Trickle-Charging-Modus für Kleinverbraucher, die so wenig Strom ziehen, dass sich eine normale Powerbank sonst einfach abschaltet. In der Praxis habe ich allerdings kein einziges Gerät gefunden, das den Modus gebraucht hätte — selbst die Kopfhörer aus meiner ganzen Sammlung haben die Powerbank ohne den Modus angesteuert. Schön zu wissen, dass es die Funktion gibt, falls doch mal ein sehr kleiner Verbraucher dranhängt.

Preis: Der Vergleich mit Anker

Preislich lag die Ugreen Nexode zum Testzeitpunkt mit 30 Prozent Rabatt bei 69 Euro, während eine vergleichbare Anker 139 Euro kostete. Dabei sieht die Nexode der Anker zum Verwechseln ähnlich und hat auch fast identische Daten. Inzwischen ist der Preis sogar auf 56 Euro gefallen (Stand: Juni 2026) — für 72 nachgemessene Wattstunden mit 130 Watt Ausgangsleistung ist das eine Ansage. Ugreen hat mittlerweile zwar neuere Nexode-Modelle im Programm, die kosten aber spürbar mehr, und für meine Einsatzzwecke liefert die 20.000er weiterhin das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Spannende am Rande: Kurz nachdem Ugreen die Nexode auf den Markt gebracht hat, senkte Anker den Preis um 31 Prozent. Konkurrenz belebt das Geschäft eben doch.

Was ich nicht testen konnte

Ehrlichkeit gehört dazu: Ob die Powerbank wirklich 100 Watt abgibt oder sich tatsächlich mit 65 Watt laden lässt, kann ich nicht überprüfen. Mir fehlt schlicht ein Ladegerät mit 65 Watt, und meine Verbraucher ziehen maximal 45 Watt. Ein Smartphone mit PPS-Schnellladeprotokoll besitze ich ebenfalls nicht, sodass ich zur maximalen Ladeleistung an Handys keine eigene Messung liefern kann.

Für meine Einsatzzwecke spielt das aber keine Rolle. Mir geht es darum, mein mobiles Arbeiten zu verlängern und die Kinder auf dem Flug mit der Switch zu versorgen — und genau das erledigt die Powerbank zuverlässig.

Die flache Alternative für unterwegs: Sharge Shargeek 140

Für den langen Arbeitstag ist die Ugreen perfekt. Für die spontane Stunde zwischendurch greife ich inzwischen zu einer zweiten 20.000er, der transparenten Sharge Shargeek 140. Der Grund ist allein die Bauform: Sie ist mit 31 statt 51 Millimetern rund 40 Prozent flacher als die Ugreen, bei praktisch gleichem Gewicht (465 statt 476 Gramm) und nahezu gleicher Kapazität (70 statt 72 Wattstunden). In einem schlanken Slingbag wie meiner Pacsafe Vibe 325 macht das den Unterschied zwischen „trägt auf“ und „merkt man kaum“.

sharge shargeek 10 vs. ugreen powerbank

Genau dafür nehme ich sie mit: die Stunde am Spielplatzrand, während die Kinder beschäftigt sind, die Zugfahrt mit toter Steckdose, das Warten, während meine Tochter beim Reitunterricht ist. MacBook auf, arbeiten, ohne dafür den dicken Akku-Block einzupacken.

Den Komfort erkauft man sich mit zwei kleinen Abstrichen: Die Sharge hat nur zwei Anschlüsse (1x USB-C, 1x USB-A) statt der drei der Ugreen, lädt an USB-C aber ebenfalls mit bis zu 100 Watt. Wer drei Geräte gleichzeitig versorgen will, bleibt bei der Ugreen, wer flach und leicht packen will, ist mit der Sharge besser dran.

sharge powerbank flache Alternative
Ugreen Nexode 130W Sharge Shargeek 140
Kapazität 72 Wh 70 Wh
Bauhöhe 51 mm 31 mm
Gewicht 476 g 465 g
Anschlüsse 2x USB-C + USB-A 1x USB-C + USB-A
Max. Leistung 130 W 140 W
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Fazit: Lohnt sich die Ugreen Powerbank?

ugreen powerbank im zelt

Die Ugreen Nexode Powerbank mit 20.000 mAh macht auch nach knapp zwei Jahren bei mir im Einsatz genau das, was sie verspricht — und mit aktuell 56 Euro kostet sie sogar weniger als zum Testzeitpunkt. Die 72 Wattstunden haben meine Messungen mehrfach bestätigt, die Verarbeitung wirkt hochwertig, und das TFT-Display liefert Informationen, die ich bei anderen Powerbanks vermisse. Einzig wer dauerhaft MacBook plus Monitor versorgen will, sollte über die größere 25.000er-Variante nachdenken.

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Im Video zeige ich dir die Powerbank im Detail:

Ugreen Nexode Powerbank mit 20.000mAh und 130W im Test

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