Generation Web2.0 (Teil 1)


mit freundlicher Genehmigung von ritsch-renn.com

…oder wie die computervermittelte Kommunikation im Zeitalter des Web 2.0 das Private immer mehr ins Öffentliche stellt.

Im 18. Jahrhundert definierte man ein zivilisiertes Gespräch als eine Situation, in der die privaten Belange und die persönlichen Lebensumstände nicht thematisiert wurden. Diese Konvention erlaubte eine uneingeschränkte Geselligkeit, die kleine hässliche Geheimnisse verborgen hielt und niemanden mit diesen belästigte. Rang und Staatsunterschiede waren damit zeitweilig ausser Kraft gesetzt um den freien Gesprächsfluss nicht zu hemmen. Solche Umgangsformen schufen eine gewisse öffentliche Distanz, die Privates vom Öffentlichen strikt trennten.

Mitte des 19. Jahrhunderts transformierten die kommunikativen Bedürfnisse des Menschen. Cafes, Straßen und öffentliche Plätze mutierten zu Orten öffentlich zur Schau gestellter Privatheit. Menschen saßen schweigend oder lesend, versunken in ihre Gedanken und waren wie durch unsichtbare Mauern voneinander getrennt. Der zuvor so interagierende Mensch verwandelte sich in einen bloßen Zuschauer, der hinter seinem Schweigen geschützt das öffentliche Leben beobachtete.

„Wenn wir nur eine halbe Chance sehen, stopfen wir in einem Café den Sitz neben uns mit Regenmänteln und Regenschirmen voll, starren im Wartezimmer des Arztes unablässig auf Plakate zum Thema Masern … Alles, nur nicht zu einer Begegnung einladen; alles nur um nicht verwickelt zu werden. […] Die Bauweise öffentlicher Verkehrsmittel trägt dieser gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung. Das Design von Eisenbahnwagons, Reisebussen und Flugzeugen lässt die Passagiere auf den Nacken anderer Reisender starren, so dass niemand befürchten muss, in ein Gespräch oder eine Begegnung verwickelt zu werden.“ [2]

Sitzen wir in einem der moderneren Busse, in denen die Sitze zu vierer Gruppen gerichtet sind, fühlen wir uns unwohl und beobachtet, starren ständig auf die Straße oder in den Gang des Fahrzeugs, bloß nicht „auffallend“ lange in die Richtung eines Mitreisenden oder gar in die Augen der Anderen.

„Das Zusammensein vom Typ Passagier gedeiht in einer Komplizenschaft des Schweigens, und lautes Reden durchbricht die schützende Hülle der Verschwörung“ [2]

Interessant ist hingegen die Entwicklung des öffentlichen Raums im Web2.0. Dort entblößt sich der gerade noch still und unauffällig im Bus sitzende, oder in einer Privatkapsel — genannt Auto — vom Rest des urbanen Kontextes getrennte Cybernaut in sozialen Netzwerken. Wer viel von sich preisgibt, wirkt interessant und wird um so häufiger referenziert. Mensen, Hörsäle und schwarze Bretter, Unizeitungen und Studentenkneipen, alles wandert in das Web2.0.

Auf einmal sind wir wieder nicht nur passive Zuschauer, sondern kreative und mitteilungsbedürftige Gestalten, die sich fortwährend austauschen wollen — So twittern wir alles was wir tun und belasten damit Andere mit unserer belanglosen Privatheit. Werfen damit die Werte eines zivilisierten Gesprächs im 18. Jhd. gründlich über den Haufen, obwohl wir auch nicht die passive Stille des 19. Jhd. hinnehmen wollen. Wir spielen die eigene Daily Soap mit uns als Protagonist, Regisseur und Star und wollen Teil sein von etwas viel größerem als uns selbst.

Doch Warum tun wir das? Ist es die normale evolutionäre Entwicklung der Kommunikationsform zwischen Menschen? Mutiert unser Miteinander genau so wie vom 18. ins 19. Jhd.? Oder mischen sich beide Umgangsformen zu einem Hybriden?

Literatur:

[1] „Ich im Internet — Wie sich die Menscheit im Internet entblößt“, Der Spiegel, Nr. 29, 2006
[2] Chatroom statt Marktplatz — Identität und Kommunikation zwischen Öffentlichkeit und Privatheit“, Ilka Willand, Kopaed 2002
3] „Leben im Netz — Identität in Zeiten des Internet”, Sherry Turkle, ro 1995
[4] „Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft”, Roberto Simanowski, ro 2008
[5] „Das digitale Nirwana”, Bernd Guggenberger, Rotbuch 1997

Dies ist ein Ausschnitt aus meinem Exposé für die abschließende Prüfung in Medienwissenschaften.

Google Maps Karten in KML exportieren

Mit einem einfachen (inoffiziellen) API Trick lassen sich Google Maps Karten in KML exportieren, um z.B. Tracks in andere Anwendungen oder GPS Geräte zu überführen.

Dazu muss in der Kartenansicht der Link zur Karte kopiert werden und in einem neuen Browserfenster eingefügt werden. Hinter dem Link platziert man ein &output=kml und schon wird der Track als KML auf der Platte abgelegt.

Google Maps in KML exportieren

Um eine Google Maps Karte in KML zu exportieren

  1. rufst Du (Deine) passende Karte – z.B. mit einer eingezeichneten Strecke – in Google Maps auf
  2. klickst auf „Link“ rechts im oberen Mittel des Fensters
  3. kopierst Du den Link in die Zwischenablage
  4. fügst Du den Link in die Adressleiste ein
  5. fügst Du an den Link hinten ein &output=kml an
  6. und drückst Enter

Dein Browser sollte jetzt eine KML Datei (Deiner) Karte downloaden

Hier noch ein kleines Video Tutorial dazu:


Google Maps KML Export API

Farbwähler unter OSX

Wenn man oft Hexfarben von Webseiten oder Bildern grabben möchte, ist es sehr umständlich dazu erst ein Programm wie Photoshop ausführen zu müssen. Die meisten Cocoa Programme enthalten aber einen Color Picker, der mit Hilfe von „SHIFT + APFEL + C“ aufgerufen werden kann. Hier gibt es jedoch auch einen Nachteil, denn der ColorPicker verschwindet sobald man den Focus von Fenster des aufrufenden Programms nimmt.

Die Lösung

heißt Applescript. Dazu einfach den Scripteditor starten („Anwendungen/Applescript/ScriptEditor“) und darin „choose color“ eingeben, in einem von QuickSilver erfassbarem Ordner abspeichern (z.B. im Programmorder) und fertig. Nach einer Weile, wenn QuickSilver die Aktualiserung erfasst hat, kann man den Color Picker einfach mit dem Shortcut CP mittels Quicksilver starten.

Update: Der Color Picker ist mittlerweile fester Bestandteil von OSX

Der Color Picker ist mittlerweile fester Bestandteil von OSX und nennt sich „digital color meter“ mit dem man dann auf jedem Bereich des Desktops die Farbe grabben kann. Der Hexwert kannst im RGB Tab ablesen (die Zahlen hinter dem x von oben nach unten wie von links nach rechts aufschreiben).


In diesem Fall #B8D4E4

uninstall PACE Antipiracy InterLok Extension (Mac)

PACE Anti-Piracy provides technology that allows software and media publishers to enforce their product licensing terms. Here is how to uninstall pace anti piracy.

Pace Anti-Piracy can also be a trojan and an ads-supported software which installs itself without your consent. It acts like a media player in order to give you access to content and the service transmitted to you is not respectful of your privacy. If you have Pace Anti-Piracy, or another PACE security software installed on your computer, please read our guide for help on how to remove it safely : uninstall pace anti piracy.

THIS IS AN OUTDATED BLOGPOST

Weiterlesen: uninstall PACE Antipiracy InterLok Extension (Mac) »

If any Software is installing PACE, you’ll get a warning Screen you have to confirm
  • Veröffentlicht in: Mac

LaTeX Variable definieren

Es ist manchmal sinnvoll auch unter LaTeX Variablen zu benutzen. Sei es um immer wiederkehrende Textpassage schnell einzufügen oder auch Rechnungen mit einer vorher definierten LaTeX Variable durchzuführen.

LaTeX Variable definieren

Eine LaTeX Variable wird wie folgt definiert:

\newcommand{\varname}{varcontent}

Um nun auf den Inhalt der Variable zuzugreifen benutzt man einfach

\varname 

im Text und erhältst als Ausgabe den Inhalt in varcontent.

Beispiel für eine LaTeX Variable

\newcommand{\name}{Dite }
\newcommand{\vorname}{Viktor }
\newcommand{\ansprache}{Sehr geehrter Herr }

\begin{document}
\ansprache \vorname \name
\end{document}

Ergebnis der Ausgabe LaTeX Variablen

LaTeX Variablen definieren