Snitch deaktiviert ungewollten Datentransfer von WordPress-Plugins – die Rettung wegen der DSGVO?

Derzeit grassiert ja das Gespenst DSGVO. Ich habe gerade von Gordon Schönwälder gehört dass jedes WordPress Plugin, das personenbezogene Daten verarbeitet einen eigenen ADV-Vertrag (Aufgtragsverarbeitungs-Vertrag) benötigt, damit es überhaupt DSGVO konform eingesetzt werden kann – eigentlich auch nur dann wenn es tatsächlich mit der Außenwelt kommuniziert. Und hier gibt es ein ganz einfaches Mittel.

Sergej Müller hat früher mal ein WordPress Plugin geschrieben, das nennt sich Snitch. Das kann jegliche Kommunikation nach außen – also von dem WordPress System nach außen – verbieten – also jedes Plug in was meint nach Hause telefonieren zu müssen – warum auch immer.

Beispielsweise Jetpack. Jetpack liefert jedes Mal ein Pixel aus wo quasi jeder Zugriff auf deine Domain oder auf dein WordPress auch an WordPress geleitet wird – also quasi ein eigenes Analytics System. Da werden natürlich auch die IP-Adressen mit übergeben oder zumindest potenziell mit übergeben. Und hier kommt Snitch zum Einsatz und Snitch kann hier quasi diese Kommunikation zu WordPress deaktivieren. Das ist wie eine personal Firewall die man auf dem Computer einsetzt und damit bestimmen kann „dies und dies Programm darf nicht mit dem Internet Internet kommunizieren“ – so ist auch Snitch für WordPress Plugins und zwar nicht nur für WordPress Plugins sondern generell für das komplette System. Du kannst sogar dem WordPress Core verbieten mit WordPress.com zu kommunizieren und damit auch Daten auszutauschen egal welche Daten sind.

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Also theoretisch wird dieses Plugin meiner Meinung nach sehr sehr wichtig werden für alle WordPress-Blogger, die jetzt Angst oder Bedenken haben dass irgend eines ihrer Plugins nicht mehr DSGV konform sein sollte oder ist, einfach mal Snitch in Betracht ziehen weil wenn der Datentransfer nicht da ist und du das quasi in deine Datenschutzerklärung schreibst dass du zwar das und das Plugin betreibst aber dieses bleibt eben durch eine Firewall geschützt ist und keine Daten egal wohin senden kann dann ist das meiner Meinung nach doch so dass dieses Plugin quasi nicht mit der Außenwelt kommuniziert und dementsprechend theoretisch auch benutzt werden dürfte.

Ja, da Plugin wurde zuletzt vor 3 Jahren aktualisiert und es ist egal! Es funktioniert immer noch! Wie ich Sergej auch kenne, so hat er damals so weit nach vorn gedacht, dass das Plugin auch noch weitere 3 Jahre funktionieren wird.

Hier sieht man Snitch in Aktion. Alle Verbindungen nach Außen sind gekappt.
Hier sieht man Snitch in Aktion. Alle Verbindungen nach Außen sind gekappt.

Hier nochmal der Beweis, dass Snitch die Kommunikation von JetPack kappt.
Hier nochmal der Beweis, dass Snitch die Kommunikation von JetPack kappt

Jetzt nur noch das Laden des Jetpack-Pixels und der css Datei verhindern.

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hi Viktor,
    Snitch funktioniert, erzeugt aber leider unendlich viele Datenbankeinträge :-(

    Viele Grüße
    Heike

  2. öhm, ja und? ;-) Zur Not mit WP-Optimize automatisch bereinigen….