Ältere True Wireless Bluetooth Kopfhörer Tests

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Zolo Liberty+

Die Zolo Liberty+ wummen richtig rein. Sauberster Klang von allen bisher getesteten TrueWireless Kopfhörern mit einem satten, tiefen Bass, sauberen Höhen und sehr ausgewogenen Mitten. Der Transparency Mode lässt sich sogar gebrauchen! Sehr geile Teile!

  • Haben satten, tiefen Bass, sauberen Höhen und sehr ausgewogenen Mitten. Zolo verspricht mit der Graphene Technologie hier echt nicht zu viel!
  • Mehrere voreingestellte Musikrichtungen als Equalizer Shortcuts (nicht Änderbar und nur über App)
  • Relativ schnelles Pairing. Rausholen, einsetzen, etwa 1-3 sek. warten.
  • IPX5 Schweißfest (genau gesagt Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen)
  • Guter und fester Sitz dank vielen unterschiedlichen Gummis
  • Relativ kleines Case. Nur die Jabra Elite 65t können die kleine Größe noch toppen.
  • Der Transparency Mode lässt sich sogar gebrauchen! Beispiel: Ich kann beim Musik hören meine kleine Tochter noch hören, falls sie wach wird. Der Transparency Mode Lässt sich direkt an den Kopfhörern ein- und ausschalten. Man muss nicht erst in die App, wie bei anderen Herstellern.
  • Preis: 69-89€
  • Siri versteht mich quasi nie
  • Beim Telefonieren klagen Gesprächspartner über sehr leisen und undeutlichen Ton
  • Die Tastenbedienung ist knifflig und macht nicht immer das was sie soll.
  • Relativ lautes Außengeräusch.
  • Wenn Du die Stöpsel aus dem Ohr nimmst, dann pausiert der Ton nicht (kein optischer Näherungssensor)

Lese hier den ausführlichen Zolo Liberty Plus Test

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Jabra Elite Sport (Gen. 2)

Die Jabra Elite Sport sind meiner Meinung nach die hässlichsten Truewireless Kopfhörer, die es derzeit gibt. Allerdings haben diese einen entscheidenden Vorteil: ein eingebauter Herzfrequenzmesser wie bei den Bragi Dash Pro, allerdings für einen Bruchteil des Preises!

Jabra weiß zudem aus langjähriger Erfahrung wie man gute Headsets baut und so sind alle Rezensionen über die Jabra absolut zufrieden über den Sound – sowohl beim Musik hören als auch beim telefonieren.

Damit sind die Jabra mein Favorit mit einem kleinen Manko: Das Case ist zu groß um es immer in der Hosentasche dabei zu haben (das ist mein einziger Grund derzeit für die Airpods). Ich hätte sie sofort gekauft, wenn das Case kleiner gewesen wäre. So muss ich auf die neuen Jabra 65T warten. Deren Case ist enorm geschrumpft.

  • Equalizer App
  • Wasserdicht
  • Herzfrequenzsensor + 3-Achsen-Beschleunigungssensor
  • Sie sitzen bombig fest. Sie werden beim Sport also nicht herausfallen
  • HearTrough-Funktion. Diese blendet Umgebungsgeräusche ein um sich mit jemandem zu unterhalten oder auf bspw. Bahndurchsagen achten zu können, ohne die In-Ears herausnehmen zu müssen.
  • Sauberer Klang mit fast zu dominanten Bässen – aber die lassen sich ja mit der Equalizer App bei Bedarf herunterregeln.
  • „das gesamte Klangbild alles in allem ausgewogen mit klaren und brillanten Höhen und warmen Mitten“ (Quelle Techstage)
  • Die Bedienung der kleinen Taster an den Ohrstöpseln erfordert etwas Übung
  • Preis: 165€

Jabra hat neulich erst auf der CES die neuen Elite 65t Kopfhörer angekündigt. Allerdings besitzen diese keinen Herzfrequenzsensor wie die Jabra Elite Sport. Aus diesem Grund sind „hässlichen Entleins“ immer noch aufgeführt und weiterhin von Jabra als Modell geführt. Aber seien wir ehrlich, hier geht es um Airpods Alternativen. Also Kopfhörer zum Musik hören und zum telefonieren. Zum besseren Preis oder zum besseren Klang.


Motorola

Motorola VerveOnes+

Motorola VerveOnes Plus Test
Die Motorola VerveOnes Plus wären durchaus interessant. Immerhin ist Motorola kein Irgendwer, sondern ein Unternehmen mit großer technischer Erfahrung. Die VerveOnes bieten zudem wie auch die Bragi und die Here One einen Transparency Mode und sind preislich fast so günstig wie die Apple Airpods.

Die Anbindung beider Ohrstöpsel findet dank eines CSR8670™ Chips via aptX® Low Latency Bluetooth 4.1 statt

  • Volle Siri und Google Now Kompatibilität
  • 6 einstellbare Audio Profile. Kein echter EQ aber immerhin anpassbarer Sound.
  • Satter, ausgewogener Sound mit kräftiger Bass Wiedergabe. Sie hören sich definitiv besser an, als die kabelgebundenen Apple Earpods.
  • Transparency Mode erlaubt das Hören der Umgebung bei eingesteckten Ohrhörern. So kannst Du Musik hören und dennoch Deine Kollegen auf der Arbeit verstehen oder beim Fahrradfahren wichtige Verkehrsgeräusche mitbekommen. Das bieten die Airpods nicht.
  • Pause und „Titel vor“ geht durch Drücken der Tasten an den Ohrhörern. Wirklich praktisch nicht immer erst nach Siri zu fragen!
  • Die Equalizer Voreinstellungen lassen sich, im Gegensatz zu vielen Berichten, direkt an den Ohrstöpseln ändern. Etwas umständlich und langsam (Preview Schleife) aber es geht!!
  • Die Akkulaufzeit meiner Testgeräte überzeugt! Bei 75% sagt mir eine freundliche Stimme, dass ich noch mehr als 3h Spielzeit habe. Nach 2h habe ich noch 50%. Kommt natürlich auf die Lautstärke an. Ich denke, dass 5h Musik hören möglich sind. Ausgereizt habe ich das aber noch nicht.
  • Die Reichweite ist sehr gut. Man kann in den Nebenraum gehen, ohne dass die Verbindung abbricht. Die Verbindung ist auf dem iPhone 6S (Bluetooth 4.1 LE) sehr stabil. Ich hatte in 5h hören nur zwei Aussetzer. Das zweite Mal war sogar nur iTunes daran schuld.
  • Preis: 79,99€
  • Der Transparency Mode ist äußerst spartanisch. Du hörst zwar Geräusche wie Hupen, Motoren oder Fahrradklingeln – übrigens aus der passenden Richtung – aber die Geräusche sind völlig realitätsfremd. Du kannst also nicht im Auto einen Stöpsel im Ohr haben und gleichzeitig über die Lautsprecher Musik hören. Es hört sich einfach zu verzerrt an.
  • leichtes, permanentes Grundrauschen. In leisen Musikpassagen wahrnehmbar
  • Bluetooth Version 4.1

Bemerkung: Um Siri während einer Audioausgabe zu aktivieren muss man erst die Audioausgabe durch einen kurzen Tastendruck beenden und dann Siri mit einem langen Tastendruck aufzurufen. Ein langer Tastendruck während der Audioausgabe führt in den EQ Modus.

Edit: Einen ausführlichen Test der VerveOnes+ findest Du hier »


Motorola VerveOnes ME Music Edition

Motorola VerveOnes ME Test
Vom Sound her genau so gut wie die VerveOnes+ nur wesentlich günstiger (79€) [Actung: Preis hat sich angepasst. Die VerveOnes ME Edition macht einfach keinen Sinn mehr. Wahrscheinlich will Motorola nur noch die „VerveOnes+ ME“ Version verkaufen und verramscht die alten Bestände]. Der Sound ist identisch wie bei den VerveOnes Plus und damit Welten besser als bei Bragi. Auch die bekannten 6 Soundprofile aus der VerveOnes+ Serie sind enthalten. TOP! Hier wurde also nicht an Qualität gespart! Der Akku ist wohl kleiner ausgefallen, so dass die nette Stimme im Ohr nur noch „more than 2 hours of playtime“ sagt. Statt 4+ Stunden also nur noch etwa 2+ Stunden. Ein künstlich erzeugter Mangel. Hier hat Binatone an der falschen Stelle gespart, denn auch 4 Stunden sind schon sehr wenig. Die Akkuleistung noch weiter zu dezimieren ist albern!

Lese am besten hier den detaillierten Vergleich VerveOnes+ vs. VerveOnes ME

Sehr spannendes Update: Motorola VerveOnes+ ME


Die Motorola VerveOnes ME haben ein Update bekommen und nennen sich jetzt Motorola VerveOnes+ ME (139€). Alle negativebn Aspekte, die die Motorola VerveOnes ME ggü. den Motorola VerveOnes+ gehabt haben sollen, sind jetzt angeblich ausgebügelt. Getestet habe ich die leider noch nicht.

  • Bluetooth Version 4.1


Die günstigsten: Motorola Stream Bluetooth Kopfhörer

Motorola Stream Test

Sorry Motorola, aber eure billigen Motorola Stream sind totaler Müll! Ich habe schon drei paar Motorola VerveOnes besessen (VerveOnes, VerveOnes+, VerveOnes ME). Alles mit wenigen Abstrichen sehr coole Kopfhörer. Aber die Stream sind echter Müll!!

Die Verbindung zum iPhone und unter den beiden Kopfhörern ist so schlecht, dass kein Musikhören möglich ist. Selbst wenn ich das iPhone vor meiner Brust halte, bekomme ich spätestens alle 5 Sekunden Aussetzer in der Verbindung zum linken Hörer. Der rechte ist noch schlimmer! Der hakelt alle 2-4 Sekunden und unterbricht für eine kurze Zeit.

Zudem höre ich im linken Earbud ein „56K-Modem“ ähnliches Gefiepe. Leise, wenn Musik an ist nicht hörbar, aber dennoch störend in leisen Passagen.

  • Die Verarbeitung sieht aus wie der billigste China Müll
  • Die Verbindung ist sogar instabil, wenn ich das iPhone vor der Brust halte
  • Die Verbindung des linken zum rechten Kopfhörer ist noch schlimmer als die Verbindung zum iPhone
  • Man hört im linken Earbud permanent ein „56K-Modem“ ähnliches Gefiepe. Leise, aber dennoch nervend.

Alles in einem erinnert mich das sehr stark an die Probleme mit der aller ersten Firmware der VerveOnes+. Bei den VerveOnes+ wurde das durch ein Update sehr gut behoben. Allerdings kann ich die Stream gar nicht mit der Hubble VerveLive App connecten und weiß so gar nicht ob es für die Stream ein Update gibt?!

Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich jedem nur absolut abraten die Motorola Stream zu kaufen. Ihr werdet enttäuscht.


Bragi

Bragi The Dash Test
Bragis Earbuds wären durchaus interessant, wenn es da nicht so viele schlechte Erfahrungen mit der Bluetooth Verbindung und der Soundqualität gäbe. Bragi wurde im Netz oft wegen mieser Bluetooth Verbindung und schlechter Soundqualität abgewertet. Immerhin hat Bragi jetzt eine neue Firmware OS2.1 herausgebracht, die das Problem angeblich lösen kann. Richtige Reviews gibt es aber dazu noch nicht. Lese dazu mein Review „Wenn Du die Bragi Dash kaufst, wirst Du es bereuen

Bragi nutzt zudem die NFMI (Near Field Magnetic Induction) Technologie um beide Ohrhörer miteinander zu synchronisieren.

  • Transparency Mode. Wie auch bei den Here One kannst Du die Bragi Dash so einstellen, dass Du die Umgebungsgeräusche wahrnehmen kannst.
  • Wasserdicht
  • NFMI statt Bluetooth „the appropriate earbud connects to your phone via Bluetooth and then sends the still left aspect of the audio to the still left bud via extremely-lower latency magnetic fields. The magnetic fields use pretty little power, which makes it possible for for lengthier battery lifetime, lower latency, and audio high-quality that Bragi states is “as fantastic or better” as Bluetooth or Wi-Fi solutions.“ [Techninja]
  • Wurde im Netz oft wegen mieser Bluetooth Verbindung und schlechter Soundqualität abgewertet. Immerhin hat Bragi jetzt eine neue Firmware OS2.1 herausgebracht, die das Problem angeblich lösen kann. Richtige Reviews gibt es aber dazu noch nicht „IT’S A BIG DEAL IF BRAGI SOLVED THE BLUETOOTH PROBLEM — BUT THAT’S A BIG IF“ [The Verge]
  • leichtes, permanentes Grundrauschen. In leisen Musikpassagen wahrnehmbar

Bragi The Dash

  • Herzfrequenzmessung im Ohr
  • Auch ohne Smartphone nutzbar, z.B. beim Schwimmen.
  • Preis: Preis: 236€
  • Schlechte Erfahrungen mit Sound- und Verbindungsqualität. Mit Smartphone in der Hosentasche soll mit OS2.0 kein Hören möglich gewesen sein.
Edit 17.12.16: Mein Langzeittest bestätigt diese Behauptung. Auch mit Bragi OS 2.2.1. Die Bragi Dash hören sich an als würde man Lautsprecher-Chassis außerhalb einer Box betreiben. Der Sound ist lau und volumenlos. Am schlimmsten ist die Wiedergabe von Frequenzen unterhalb von etwa 130Hz.

Update: Mittlerweile gibt es die „Bragi Dash Pro“

Mittlerweile gibt es die „Bragi Dash Pro“, eine optimierte Version der Bragi Dash für 349€. Wahrscheinlich sind damit alle Probleme der vorherigen Version beseitigt worden. Getestet habe ich sie noch nicht. Wenn ich ehrlich bin, dann würde ich für diesen Preis eher zu den B&O PLAY by Bang & Olufsen für 299€ greifen!

Bragi The Headphones

Bragi The Headphones sind die abgespeckte The Dash Option ohne smarte Funktionen. Sie sind also reine Bluetooth Ohrhörer mit Freisprechfunktion. Ausgeliefert mit Bragi OS2.1 sollen sich auch die Bluetooth Verbindung-Abbrüche der The Dash Stöpsel behoben haben (lt. Bragi).

  • 6h Akkulaufzeit
  • Preis: 152€

Here One
Doppler Labs hat leider den Betrieb eingestellt und alle Produkte vom Markt genommen ;-( Wirklich sehr sehr schade!

NFMI – Near Field Magnetic Induction

NXP hat NFMI bereits schon vor 10 Jahren erfunden. Seit dem wird diese Technik in drahtlosen Hörgeräten benutzt, weil sie langwelliger ist als die Mikrowellenartigen Frequenzen von Bluetooth (2,4Ghz) und mit magnetischer Induktion anstelle elektromagnetischer Wellen arbeitet. Das ist sehr stromsparend und besser für den menschlichen Kopf als Bluetooth.

Wahrscheinlich werden alle wirklich drahtlosen Kopfhörer die NFMI Technologie von NXP einsetzen, das es dazu keine Alternative gibt, die sauber oder qualitativ gut funktioniert. Warum keiner der Hersteller komplett auf NFMI setzt ist sicherlich nur eine Frage der Kompatibilität zu Smartphone. Apple könnte hier „heimlich“ in die iPhone7 Modelle einen NFMI Chip eingebaut haben, so dass gar kein Bluetooth genutzt werden muss. Wir werden es nach dem Release der Airpods erfahren.

Bedenke: Egal of NFMI oder andere Technik. Ich habe bei den ganz drahtlosen Kopfhörern zwei Sender in unmittelbarer Kopf-Nähe. Einen Bluetooth Sender im Smartphone und Kopfhörer und einen zusätzliche NFMI oder Apt-X oder … Sender in den Kopfhörern selbst. Wir haben also beim reinen Hören (ohne Telefonie) stets zwei Strahlenquellen am Kopf.

Autor: Viktor Dite

Veröffentlicht am: 24.01.2018

Letztes Update: 24.01.2020

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