armes Deutschland!??
Kategorie: Aus dem Leben..., Featured, Headline, Internet
Löschen statt Sperren, Initiative von Bjoern Boehning. Kinderpornografie wirksam bekämpfen!
Update 2:
Nach dem ich den Bericht in der ZEIT am 25.6.2009, in dem Franziska Heine und Ursula von der Leyen — zwei Kontrapositionistinnen — verbal auf einander treffen gelesen habe, muss ich doch zugeben, dass die Protestbewegung gegen die “Zensur” durchaus künstlich aufgefächert wurde. Wärend des gesamten Interviews hat Frau Heine meiner Meinung nach kein einziges prägendes Argument vorgebracht. Die Aussagen wirken auf mich, als wäre die Gegenbewegung nicht mehr in der Lage noch konstruktive Kritik vorzubringen. Die Aussagen der Frau von der Leyen haben meine Gedanken hingegen geordnet und mich wieder davon überzeugt, dass die Aktionen schon einen Sinn und positiven Effekt erbringen werden. Die für mich wichtigen Stellen im Text habe ich mal markiert.
Seiten [1][2][3]
Die wichtigste Erkenntnis für mich:
Heine: “134.000 Menschen wird signalisiert: Es ist uns egal, was ihr denkt. Aber diese Menschen werden nicht aufhören. Das Netz ist unglaublich politisch. [...] Die Unterzeichner der Petition haben gesehen, wie Entscheidungen in der Politik getroffen werden – und das wird sie nachhaltig prägen.”
Frau von der Leyen: “Das ist lebendige Demokratie. Ich meine: 134.000 Zeichner, das ist schon etwas. Aber es gibt 40 Millionen Internetnutzer. Jetzt beginnt die Phase, in der man erkennen wird, ob Sie nachhaltig dranbleiben. Politik besteht aus Meinungsäußerung, aber danach muss man sich Mehrheiten suchen und auch Alternativlösungen anbieten. Das ist das Entscheidende.”
Update 1:
CDU-Politiker bekräftigt Forderung nach Ausweitung der Netz-Sperren
“Wenige Stunden, nachdem der FDP-Politiker Max Stadler im Bundestag davor gewarnt hatte, Eingriffe in Freiheitsrechte seien in den letzten Jahren noch immer gegen alle Beteuerungen ausgeweitet worden, hat sich ein erster CDU-Politiker mit entsprechenden Begehrlichkeiten zu Wort gemeldet. Nach der Entscheidung des Bundestags für eine Sperrung von Kinderporno-Seiten brachte der Bundestagsabgeordnete und CDU-Generalsekretär in Baden-Württemberg, Thomas Strobl, erneut die Idee ins Spiel, auch Seiten mit sogenannten Killerspielen zu blockieren.”[Spiegel Online]
Deutschland, wo wirst Du uns noch mit Deinen Gesetzen hinführen? Werden wir eines Tagen wirklich in einer Volks-überwachungs-Republik Deutschland aufwachen?
Ich hatte ja wirklich nichts gegen die Einführung von Internet-Sperren für Kin-der-por-nogr-afie Webseiten (dies soll kein Metatag für Google werden). Ich finde nur, dass die Idee der Regierung nicht weit genug gedacht ist und diese Maßnahme allein, nur ein Strohfeuer gegen die geldbringende Cliente ist. Rein die unbedarften und die hereinschnuppernden Konsumenten könnten evt. damit aufgehalten oder deren Zugang erschwert werden (was nicht zu vernachlässigen ist). Zumindest ist es nun jedem, der eine solche Seite konsumiert definitiv klar, dass es verboten und vor allem zu verabscheuen ist.
Soweit so gut — dennoch finde ich, dass der deutsche Bürger nun bereits zum zweiten Mal[1] erlebt hat, was er eigentlich in seinem eigenen Land zu sagen hat, nämlich nichts! Seine Stimme scheint absolut keinen Wert zu haben. Wieder hatte die mit 134014 Mitzeichnern beteiligte Petition absolut keinen Einfluss auf “die bereits gefällte” Entscheidung.
Das Problem dabei ist, dass ein Gericht an eine einmal gefällte Entscheidung gebunden ist und die Entscheidung nun gewissermaßen die Tür und Tore für weitere Maßnahmen geöffnet hat.
Was viele befürchtet haben ist, dass durch die Erlaubnis gewisse Internetseiten zu sperren, eine Salami-Taktik sei und ein Grundstein für eine generelle Erlaubnis Zensur im Internet zu betreiben gelegt werden könne. Kaum ist das Gesetz durch, scheint die Befürchtung vieler wahr zu werden. Unter dem Titel “CDU-Politiker prüft Websperren für Gewaltspiele ‘ernsthaft‘” werden “erste” Ideen (wieder) laut, die sich nach mehr Spielraum bei der Sperre sehnen.
[1] Beim ersten Mal ging es um die Vorratsdatenspeicherung und war ähnlich dem aktuellen Fall.
Was weiß das Internet über dich? Teil II
Kategorie: Internet
Timo hatte ja schonmal darüber geschrieben, was Google, yasni und Co. im Netz über einen finden können. Jetzt ging das Ganze noch einen Schritt weiter. Die Bild bemühte sich nämlich nur der Online-Recherche um einen Artikel über eine Pilotin zu schreiben, der — und das ist ja das Dumme — voller intimer Details ist, die eigentlich niemanden etwas angehen, als die Pilotin selbst! Also, beware of the internet!
Quelle: BildBlog
Die Vorteile der Presse
Kategorie: Cebit 08
Ich habe bereits in mehreren Blogs Fragen wie, “Was habe ich von einem Presseausweis auf der Cebit?” gelesen. Nun ich kann hier ganz klare Vorteile nennen:
- Schließfächer im Pressezentrum!
- Freier Internetzugang im Pressezentrum
- Ruhe-/Lese-/Arbeitsräume
- Fast Grenzenloser Zugang, auch zum Planet Reseller
- Freundlicher(er) Empfang
- Die Aussteller nehmen sich mehr Zeit!
- Man wird häufig bevorzugt behandelt
- Die “echte” Presse redet mit einem wie mit einem Kollegen :)
GroupMe! Web2.0 meets Semantic Web
Kategorie: Cebit 08
Social Bookmarks kennt mittlerweile jeder, der im Internet unterwegs ist. GroupMe! erweitert die reine Folksonomie der Systeme wie del.icio.us, simpy.com, digg, yigg, Flickr oder BibSonomy um eine weitere Dimension, der Möglichkeit zur Gruppierung von Bookmarklets.
Wer Social Bookmark Dienste exzessiv benutzt, weiß, wie schnell man an Ordnungsgrenzen stößt. Also fängt man an verschiedene Accounts für verschiedene Themenbereiche zu verwenden oder vergibt ähnlichen Artikeln immer feste Tags, gruppiert also seine Bookmarklets in einem Workaround. GroupMe! bietet nun alles in einem Dienst! Ohne Workarounds.
Anonymes Surfen
Kategorie: Cebit 08
Anonym im Internet Surfen? Geht das noch? Nach der Einführung der Vorratsdatenspeicherung und dem Zwang, dem die Provider seit neuestem unterliegen, Log-Dateien bei Bedarf offen legen zu müssen eigentlich undenkbar.
Das viel angepriesene TOR Netzwerk bietet zwar eine Annonymisierung, ist jedoch schleppend langsam. Nach einer Weile vergeht einem wirklich das Surfvergnügen und man lässt die Annonymisierung wieder sein. Da der Traffic zudem über offene Proxys umgeleitet wird, möchte ich nicht Wissen, wer da alles meine Daten sniffen kann oder es bereits tut. Es ist undurchsichtig. Soll es ja auch sein, aber dadurch eben auch nicht ungefährlich!
SecurStar bietet mit dem Produkt SurfSolo für 79€/Jahr eine echte Alternative zum freien TOR Netzwerk.
Für das Geld mietet man sich im jährlichen Takt einen Server, der entweder in Hong Kong, der Niederlande, Deutschland, etc. steht und verbindet sich egal wo man sich gerade aufhält damit. Der gesamte Traffic wird also über diesen Server umgeleitet.
Sofern nichts neues, Proxys können “überall” angemietet werden. Der Vorteil liegt jedoch darin, dass der Traffic zum Server verschlüsselt stattfindet (tunneling) und SecurStar keinerlei Logs auf den Servern speichert. Damit sind zwei Klappen mit einer Fliege geschlagen. Zum Einen leiter der Provider nur noch verschlüsselten Traffic weiter, mit dem auch durch Preisgabe der Logs nichts angefangen werden kann und zum Zweiten können selbst bei Beschlagnahmung der Server keine Verbindungsdaten erfasst werden.
Keine Rechtsverletzung aus dem Cache
Kategorie: Internet
Ist eine Rechtsverletzung aufgetreten, ist vor einer möglichen Abmahnung auch eine Aufforderung zur Beseitigung der Rechtsverletzung möglich/nötig. Reagiert die Rechtsverletzende Domain darauf und beseitigt die Rechsverletzung innerhalb der angegebenen Frist, so besteht keine Rechtsverletzung mehr, auch wenn Sie im Suchmaschinen-Cache der Domain noch bestünde.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat entschieden, dass eine Rechtsverletzung nur dann existiert, wenn diese vom Rechtsverletzenden selbst gesteuert werden kann. Ein Domainbetreiber hat jedoch keine Eingriffsmöglichkeit in den Cache. Wird ein Rechstverstoß vom Domaininhaber beseitigt, hat er keinen Einfluss mehr auf die Kopien des ehemals existierenden Rechtsverstoßes. Damit kann der Domaininhaber nicht mehr für Rechtsverstöße, die nur noch im Cache existieren zur Rechenschaft gezogen werden.
Quellen: iX 12/2007 und suchmaschinen-und-recht.de
günstig(er) surfen auf der Cebit
Kategorie: Cebit 08
Die Messe bietet zwar einen eigenen WLAN Zugang aber es kostet verhältnismäßig sehr viel. Ganze 10€ für nur eine Stunde, 35€ für 4 Stunden oder 60€ für 10 Stunden. Der günstigste Tarif liegt damit bei 6€/h. Das Ganze geht auch günstiger. Wie zeigt die computerwoche in einem Beitrag.
Brockhaus vs. Wikipedia
Kategorie: Aus dem Leben..., Internet
Es gibt ja immer wieder Leute, die der Wikipedia böses vorwerfen. Der US Senat will es für Unis und Schulen verbieten, dann ließt man von Niederländischen Wikipedia-Verbot im Justizministerium und und und. Dabei ist die Wikipedia gar nicht so schlecht wie Ihr Ruf.
Der “Stern” hatte nämlich vom wissenschaftlichen Informationsdienst in Köln die Wikipedia gegen das Brockhausband im Test antreten lassen. Es wurden 50 zufällig ausgewählte, breit gestreute Begriffe gegeneinander verglichen. Dabei hatte die Wikipedia nur in der Verständlichkeit die hintere Bank einnehmen müssen. Besonders im Punkte der Aktualität aber AUCH in der Korrektheit hatte Wikipedia die Nase vorn. Sogar deutlich, denn die Noten lassen es für sich sprechen: Wikipedia 1,7 und Brockhaus 2,7
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Betreiber offener WLAN Netze sind gleichverschuldet, als wäre eine Verletzung von Ihrem Computer aus ausgegangen!
Kategorie: Internet
Ein neues Urteil vom 27.12.2007 (pdf) bekräftigt erneut ein Urteil von 2006 ausdrücklich, dass Betreiber von (privaten) WLAN Netzwerken dafür Verantwortlich sind, was mit der Nutzung Ihres Zugangs “angestellt” werden kann. Jeder WLAN-Betreiber muss dabei wenigstens die Standardverschlüsselung aktivieren! Ohne jegliche Verschlüsselung kann der Betreiber mit zur Verantwortung gezogen werden, wenn durch den Einbruch in sein Netzwerk sein Internetzugang zu rechtswidrigen Taten missbraucht wird.
Der Betreiber hat für die unter Nutzung seines Anschlusses begangenen Urheberrechtsverletzungen nach den Regeln der Störerhaftung einzustehen. Störer ist, wer in irgendeiner Weise willentlich und adäquat-kausal zur Verletzung eines geschützten Guts beigetragen und zumutbare Sicherungsmaßnahmen unterlassen hat. Es ist gerechtfertigt, ihm zumindest die Sicherungsmaßnahmen abzuverlangen, die eine Standardsoftware erlaubt.
semantische Suchmaschine auf der Cebit
Kategorie: Cebit 08, Internet
Für viele ist das semantische Web (semantic web) das Web3.0, DIE Zukunft des Internets. Vom 4. bis 9. Maerz ist die intelligente semantische Suchmaschine ConWeaver auf der CeBIT in Hannover zu sehen.
ConWeaver ist eine Software des Frauenhofer Instituts für die automatisierte Wissensvernetzung, semantische Integration und intelligente Suche in Portalen und Intranet und damit ein Vorreiter in Richtung web3.0.



