Indexiert Google die versteckten Inhalte eines reinen CSS Accordion?

Neulich kam die Frage auf ob Google (per CSS) versteckte (ausgeblendete) Elemente auf einer Webseite indexiert oder nicht. Die einzig logische (naive) Antwort darauf ist „ja“, denn der Bot interpretiert normalerweise erstmal kein CSS.

Aber das ist Theorie und muss „bewiesen“ werden. Aus diesem Grund habe ich mal ein schön simples CSS Accordion von Paul Hayes implementiert, das ohne jQuery oder Javascript auskommt. Es blendet die Elemente nicht per display:none; aus, sondern nutzt CSS Transitionen, die zum Endergebnis height:0px; führen.

Nach nur ein paar Stunden und einem Retweet von Vladimir war die Seite im Index.

Google Indexiert Inhalte von ausgeblendeten Elementen

css accordion demo
Die CSS Accordion Demo Seite war nach wenigen Stunden im Index.
css display none google index
Die im CSS Accordion ausgeblendeten Elemente sind ebenfalls im Index. Das kann man am deutlichsten an einem Phantasiebegriff sehen, den es sonst so im Google-Index nicht gibt.

Fazit:

Google Indexiert tatsächlich den ausgeblendeten Inhalt einer Webseite. Das ist jedoch kein Freifahrtschein für Blöcke mit „bösem“ Inhalt.

Solange es aus User Experience Sicht Sinn macht Elemente selektiv darzustellen, so lange werden auch Googles Rater da nichts anrüchiges darin finden. Alsbald es aber offensichtlich wird, dass eine Nutzeraktion keine Darstellung der ausgeblendeten Inhalten auslösen kann wird es knallen.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hi. Ja, macht ja auch Sinn – eine Navigation mit CSS-seitig ausgeblendeten Sub-Elementen wird ja auch ganz normal gelesen. Es geht halt irgendwo um die User-Experience. Ein Tipp: Ich schalte öfters mal über die Webmaster Toolbar im Firefox die Stylesheets aus, dann sieht man den puren Inhalt einer Seite ohne CSS. Wenn man dort nichts brauchbares sieht, dann sieht ein Bot auch nix… ebenso das zeigt sich bei deaktviertem CSS auch optisch das Verhältnis von Text zu Links…
    MfG
    Heiko

  2. Hallo zusammen,

    spannender Test, Viktor.
    Nun wäre noch herauszufinden, ob die Seiten mit diese versteckten, oder nennen wir es lieber „nicht sichtbaren“ Inhalte schlechter ranken als die gleichen mit sofort sichtbaren.

    Da Google die Frameworks jQuery, prototype & Co. ganz gut kennen sollte, sind da sicher schon Signale in den Suchalghoritmus eingeflossen. Zumindest die simpeln Funktionen, die dynamisch Inhalte verstecken.
    Ich finde, es ist so gut wie unmöglich, für alle denkbaren Skriptfolgen entsprechende Suchmuster zu erstellen. Zudem wäre es ein nie endender Wettlauf, bei dem Google immer zweiter wäre.
    Aus Adsense kenne ich dies. Hier werden z.B. für Empfehlungen zur Platzierungen der Anzeigen in einem Screenshot der Webseite Ausschnitte markiert. Sitzt sicher kein Google-Mitarbeiter dahinter. Schließlich sollen ja Ergebnisse geliefert werden, die man weitgehend als Suchmaschine des Vertrauens vertreten kann. Und da zählt der Eindruck des Besuchers, nicht das Ergebnis sämtlicher mathematischen Berechnungen.

    Optimierte Inhalte in versteckte Bereiche zu setzen, um besser bei Google dazustehen, funktioniert, wenn man es programmtechnisch schick umsetzt. Man sollte dabei aber auch bedenken, dass Google nicht schläft und stets beobachtet. Was heute geht und morgen nicht mehr, kostet Rankingpositionen, Besucher, Umsatz…

    Grüße
    Steve

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.