4 Gründe warum List Posts mit mehr als 10 Elementen extrem nerven

Jedes Mal wenn ich List-Posts mit mehr als 10 Elementen sehe, dann denke ich sofort: der Autor hat sich nicht genügend Mühe gegeben für mich als Leser das wichtigste zusammenzufassen, warum soll ich es also lesen? Hier sind also 4 Gründe warum List Posts mit mehr als 10 Elementen extrem nerven und Du Dir schwer überlegen solltest, ob Du Dich daran halten solltest:

1. Liefere Mehrwert! List-Posts mit mehr als 10 Elementen liefern keinen Mehrwert!

List Posts mit mehr als 10 Elementen liefern absolut keinen Mehrwert für den Leser. Sie erschlagen ihn. Der Leser geht gefrustet wieder weg. Solche Posts sind immer an der Zielgruppe oder am Thema vorbei geschrieben oder nicht präzise genug. Man sieht ihnen an, dass der Autor sich nicht lange genug mit dem Thema beschäftigt hat um das wichtigste daraus in einem Beitrag zusammenzufassen.

List-Posts sollten echte Hilfestellungen bieten, denn sonst sind sie Müll und Du kannst Sie Dir sparen! Klick um zu Tweeten

Bei mehr als 10 Elementen in einer Liste bildet der Autor gar keine eigene, richtige Empfehlung aus. Sollte er aber, denn das will der Leser! Sobald man nämlich versucht sich auf wenige, endliche Dinge zu beschränken, findet eine Selektion von wichtigen zu unwichtigen Dingen statt. Der Autor hat also die Funktion dieser Selektion, sonst kann er den Beitrag auch lassen!

Dein Leser will eine Selektion sehen, er will eine Abkürzung, er will Zeit sparen, denn sonst würde er keine List-Posts lesen. Er will prägnant und auf der Stelle wissen, was für ihn jetzt in diesem Moment seiner Reise wichtig ist.

Ein List-Post sollte idealer Weise folgendes sein:

Ich habe mich mit einem Thema beschäftigt. Ich habe Zeit und Aufwand darin investiert für Dich mein Lieber Leser, denn diese Zeit kannst Du kannst Dir jetzt nämlich sparen, denn ich erkläre Dir mal eben schnell in 10 wichtigsten Punkten was Du wissen musst. Du kannst jetzt von meinem Aufwand profitieren und brauchst gar nicht mehr weiter suchen, denn ich habe bereits Deinen Weg beschritten und habe die Lösung, die Du suchst.

Beispiel für einen nervigen List-Post mit mehr als 10 Elementen:

Angenommen, Du bist ein Webseitenbetreiber, der ab sofort sich mit Hilfe von Blogs im SEO verbessern möchte. Du suchst nach einer Liste der wichtigsten SEO Faktoren, an denen Du als erstes drehen kannst um die ersten Erfolge zu bekommen. Du landest auf dieser Seite:

List Post SEO

Die Person hinter dem Beitrag hat alles niedergeschrieben, dass sie kennt. Egal ob für den Noob oder den Fortgeschrittenen. Also völlig an der Zielgruppe vorbei! Die Zielgruppe ist sehr spitz. Man kann Sie in viele kleine, passende Zielgruppen teilen. Je nach Wissensstand passend abholen. In diesem Fall: Fehlanzeige!

Was tun stattdessen?

Stattdessen hätte er mal jede seiner Kategorien in eigene Listing-Posts verwandeln können.

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2. Dein Leser will nicht mehr als 10 Ergebnisse sehen

Ich als Leser lese Listing-Posts nur um schneller an mein Ziel zu gelangen, denn sonst würde ich mich ja lange mit der Recherche zu einem Thema aufhalten. Die Motivation des Leser ist Zeit. Er hat keine.

Angenommen, ich beschäftige mich nur 5 Minuten mit jedem Punkt der SEO Liste mit 101 Tipps – was natürlich sehr sehr kurz ist – dann werde ich 8,4 Stunden mit dem Beitrag verbringen müssen, nur um ihn zu lesen und zu verstehen – bzw. die wichtigen Elemente für mich herauszufiltern. 6, setzen!

Bei 10 Punkten wären das ja sogar schon 50 Minuten, die Dein Leser aktiv mit Deinen Tipps verbringen muss. Wer hat denn so viel Zeit? Denke beim Verfassen immer daran, dass Du Abkürzungen für Deinen schaffst!

3. Google ist nicht doof

Google ist nicht doof und bewertet meiner Meinung nach List-Posts mit mehr als 10 Elementen schlechter als Posts mit weniger als 10 Elementen. Die Google SERP hat nicht umsonst einen 10er Trenner. Die TOP 10 sind relevant, alles darüber ist tot. Man sagt ja nicht umsonst, dass man eine Leiche am besten auf Seite 2 der Google SERP verstecke. Niemand sieht sich die TOP 20 an. Google auch nicht.

Für eine Maschine wie Google ist es recht einfach ein List-Post zu erkennen und die Anzahl der „relevanten“ Elemente darin zu klassifizieren.

Jeder Listing-Post mit mehr als 10 Elementen ist also auch für Google „potenziell“ ein Zeichen dafür, dass Du als Autor Dich nicht genügend mit dem Thema auseinandergesetzt hast um Deinen Leser das beste Ergebnis zu bieten.

4. Kurationen auf Musik Samplern haben meist nur wenige Tracks pro CD

Sie sind eine Auswahl aus der großen Musikauswahl, die Dir zu dieser Zeit gerade die beste Auswahl aus einer immens großen Vielfalt bietet, die Du sonst sehr lange suchen müsstest.

Kuratoren bauen immer auf das gleiche Prinzip: „ich biete Dir meine beste Auswahl an Dingen, die Zuhauf vorhanden sind, damit Du nicht lange mit der Auswahl verbringen musst!“

Genau aus diesem Grund sind kuratierte Inhalte oder wie in diesem Fall Sampler so beliebt! Dem Käufer / Rezipienten wird eine kleine, aber sehr geile Auswahl geboten für die er lange in der Musikbibliothek suchen müsste.

Warum 1-4 immer gilt

Im Affenblog kann man zum Thema „Wie du einen ultimativen List Post schreibst (die einzige Anleitung, die du brauchst)“ folgendes lesen:

Bei Tools hilft es nicht, wenn du 300 Tools vorstellst, die alle ein Problem lösen – das verwirrt nur und erschwert die Auswahl. Niemand braucht 33 Tools für einen Newsletter … nenne lieber die besten drei. Bei komplexen Problemen sollte die Liste dagegen so lang wie möglich sein: „35 Situationen, die dir als junge Mutter begegnen können und wie du dich auf sie vorbereitest“.

Ich meine dazu: Auch eine Mutter will nicht die 35 möglichen Situationen, die ihr als junge Mutter begegnen können lesen – denn dafür hat sie gar keine Zeit. Sie will lieber Tipps lesen, die ihr schnell und exakt eine Lösung für ein Problem liefern! Sie will eher 4 Tipps lesen, wie sie Ihr Baby bei Schnupfen besser durchatmen lassen kann, damit es wieder gut schlafen kann. Das ist wa sdie junge Mutter wissen will, nicht was ihr möglicherweise irgendwann eventuell widerfahren kann.

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