Mein erster Palm Pre Eindruck


[Bildquelle: precentral.net]

Mein erster Palm Pre Eindruck ist ernüchternd. Viel Spielerei und wenig neues nützliches im Vergleich zu meinem alten Ericsson K750i. Da wäre zum Einen die Kamera, die sich — sofern ausgeschaltet — nur über „Tap-Wisch-Tap-Tap“, also 4 Eingabeaufforderungen starten lässt. Beim K750i bedarf es nur einer einzigen Schiebebewegung. Positiv sei an der Kamera aber, dass sie sehr schnell auslöst und eigentlich ganz passable Fotos macht — für eine Handycam.

Die Fotos bekommt aber nur per USB Kabel vom Gerät runter nicht über Bluetooth – und am Mac nur sofern man kein aktuelles iTunes 9.0.2 installiert hat.

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Kalender

Ferner fehlen mir essentielle Apps wie beispielsweise einen Countdown-Timer, den ich immer eingestellt habe, damit ich genau weiß, wann die Waschmaschine im Keller fertig ist. (Update: dafür gibt es bald ein app) Alles was das Pre glänzen lässt — wie auch die Ziehharmonika Funktion im Kalender, die es erlaubt, die Freie Zeit zwischen den Terminen auszublenden oder das ganze hin und her sliden — sind nette Gimmiks, die nüchtern betrachtet eigentlich nur – eben Spielerei sind. Spielerei hin oder her, der Kalender ist dennoch spitze! Ich habe noch nie ein anderes Smartphone in meinen Händen gehalten, dass einen besseren Kalender hatte. Der Kalender ist mir sehr wichtig, da ich seit eh und je alles darin ablege — meine Handys habe ich bisher fast nur anhand dieses Kriteriums ausgesucht. Die Termine lassen sich wirklich detailiert und vorallem übersichtlich darstellen und verwalten. Termine, die sich überschneiden, werden nebeneinander (wie in iCal) dargestellt. Die Monatsansicht zeigt in Miniatura den Tagesplan jedes Tages an, so dass dort schon eine grobe Übersicht über den ganzen Monat möglich wird. Die Synchronisation mit dem Rechner (mac) klappt auch wunderbar, auch wenn nur über Zusatzsoftware.

Synchronisation mit dem Mac

Ich habe schon oft gelesen, dass die Synchronsation des iCal und Apple Addressbuchs mit dem Pre locker von Statten gehen soll, allerdings habe ich selbst das Ganze nur mit Hilfe des Missing-Sync hinbekommen. Dieser synct jedoch nicht über Bluetooth oder USB, sondern über WLAN, dh. dass beide Geräte im selben WLAN eingeloggt sein müssen — was sicherlich nicht überall der Fall ist. Über USB lassen sich nur Fotos und Musik syncen. Nach der Synchronisation ist der Pre allerdings auch ohne Umwege über Google oder andere Dienste erfreulicherweise auf dem gleichen Stand des Desktop Macs. Das Synchronisieren funktioniert in beide Richtungen perfekt ohne wenn und aber.

Tastatur

Die Tastatur des Pres ist wohl nicht für meine Hände gebaut. Ich bekomme sehr schnell leichte Krämpfe in den Fingern, da das gleichzeitige Halten und Tippen schon recht kleine Hände voraussetzt — oder vielleicht eine Gewöhnung (Update: mittlerweile gehts eigentlich ganz gut.). Die Tasten an sich sind aber erstaunlicherweise auch mit dicken Daumen zielsicher zu treffen. Vertipper sind recht selten.

Akku

Das Mangelhafte an dem Handy ist definitiv sein Akku. Für ein modernes Gerät ist eine Akkulebensdauer von ~13h eigentlich wirklich ein Witz! In den 13h sind gerade mal zwei Telefonate von je 2 Minuten, ~1h WLAN surfen verteilt auf den Tag, 20 Minuten UMTS surfen und ca. 5 Fotos drin – davon 3 mit Blitz. Mehr nicht. Da wird das Touchstone wirklich zum Muss, denn dauernd die USB Buchse ein und auszustöpseln wird auf Dauer die Klappe des Pres dermaßen strapazieren, dass sie womöglich sehr bald sich verabschieden wird. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob es Alternativakkus — wie diesen hier — gibt, die mehr Leistung und damit eine längere Ausdauer des Pres bewirken, denn alle Funkmodule des Pres zu kastrieren will ich auch nicht – dann hätte ich mir nämlich nicht ein solches Smartphone kaufen müssen. Allerdings bringt dieser Akku zugleich einen neuen Akkudeckel mit, was darauf schließen lässt, dass er wohl um einiges dicker ist, als das Original.

Fazit

Trotz allem negativen mag ich aber dieses Telefon. Es ist nicht so hype wie ein iPhone — ich kann es also problemlos auch im Bus zücken, ohne gleich böses zu denken — und bietet dennoch alles was man wirklich braucht — auch wenn nur über zusätzliche apps. Das Multitasking ist genial, GPS funzt auch wie es soll und die Kommunikation zum Mac auch – nur die Bluetoothanbindung wäre noch zum Wünschen. Es ist zudem schön klein und hat zugleich die Auflösung des iPhones – somit passt es gut in die Hosentasche ohne dabei vom Display her Einbußen einstecken zu müssen!

Von daher: Ich bin ein Pre

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