Parallels 3.0 vs. VM Ware Fusion (Ubuntu Gutsy)

Dieser Vergleich bezieht sich nur auf die Installation und Einrichtung sowie Benutzung von Ubuntu 7.10 Gutsy auf dem Hostsystem MacOSX 10.4. Andere Gast-Betriebssysteme mögen in der jeweiligen VM einen anderen Effekt hervorbringen.

Ich persönlich tendiere zu VMWare Fusion aus den folgenden Gründen:

Parallels 3.0

Nachteile

Um Ubuntu 7.10 unter Parallels zu installieren bedarf es mehr manuellen Aufwand! Beim gewöhnlichen Start der Installation läuft der X11 Server nicht! Dazu bedarf es einiger Änderungen an der /etc/X11/xorg.conf und daraufhin an der /boot/grub/menu.lst ! Die Änderungen sollte aber jeder hinbekommen. Unter dem angegebenem Link sind die dazu notwendigen Schritte sehr gut erklärt!

Was mich jedoch mehr an Parallels stört, ist die anschließende Benutzung vom Gast System.

  • Die „Parallels Tools“ sind für Ubuntu 7.10 (noch) nicht verfügbar. Aus diesem Grund ist das Benutzen der „CTRL + ALT“ Tastenkombination zum Wechseln zwischen den Eingabeebenen (Ubuntu / OSX) Pflicht und lassen sich noch nicht umgehen.
  • Zudem lassen sich (noch) keine Dateien per Drag’N’Drop zwischen Gast und Host System austauschen!
  • Weiterhin sind Sonderzeichen wie []{}@ nicht auf der MacBook Pro Tastaturbelegung zu finden (auch nach Einstellen der passenden Tastatur).
  • Es können (noch) keine „Shared Folders“ für dieses Gastsystem eingerichtet werden. („Feature is not availiable for this type of guest operating system“). Allerdings lässt sich ein ISO mounten
  • Das geniale Coherence-Feature von Parallels, welches das Darstellen von Gastsystem Fenstern nativ auf der MacOS Oberfläche erlaubt ist ebenfalls nicht möglich
  • Die Auflösung ist stets an die Einstellungen in der xorg.conf gebunden
  • Mein Corsair USB Stick wird zwar erkannt und in Ubuntu eingemounted, erzeugt aber einen Absturz des Dateibrowsers (und damit leider auch für einige Zeit des Desktops)

Vorteile

Die Option „Optimize for better performance of 1. Virtual Machine 2. MacOS X Applications“ gibt es in VM Ware Fusion nicht. Einen deutlichen unterschied habe ich jedoch nicht Feststellen können

VMWare Fusion

Vorteile

  • Sehr einfache Installation des Gastsystems Ubuntu 7.10. Es ist kein manueller Eingriff in irgendwelche Konfigurationen notwendig!
  • VMware Tools lassen sich einfach installieren und erlauben dadurch u.A. dass die Maus ohne Tastatenkombination zwischen beiden Systemen hinundher gezogen / benutzt werden kann! Und, dass Dateien per Drag’N’Drop zwischen beiden Systemen ausgetauscht werden können.
  • Die Auflösung des Gastsystems lässt sich durch vergrößern oder verkleinern des VMWare Fensters jederzeit on-the-fly verändern
  • Es läuft sehr stabil. Beim Test mit XAMPP, Eclipse, Java 1.6 noch keine Probleme gehabt.
  • Es sind alle Sonderzeichen auf der Mac Tastatur zu finden. Man muss sich nur die ALT Taste an einer anderen Position vorstellen (neben der rechten Apfeltaste).

Nachteile

  • Die Maus wird nur als eine ps/2 Maus erkannt, womit ein scrollen mit dem Scrollrad zuerst nicht möglich ist. EINE Anpassung in der /etc/X11/xorg.conf behebt jedoch dieses Problem! Dazu muss einfach die Zeile
    Option  "Protocol"  "ps/2"

    in

    Option  "Protocol"  "IMPS/2"

    umgeändert werden! fertig!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.