Wie schaut eine Best-Practice 404 Error Page aus?

Auf einen Post von Monika Thon-Soun hin habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was eine gute 404 Seite alles leisten muss um zum Einen für den Besucher „Glück im Unglück“ zu sein und möglichst gut passende Alternativen bieten, so dass er auf der Seite bleibt und nicht wieder geht. Zum Anderen muss die 404 Seite für die Crawling-Bots natürlich absolut korrekte Status Codes liefern und diese bei Fehlleitung nicht zu lange aufhalten — Stichwort Crawling-Time.

Wie schaut also die Best-Practice 404 Error Page theoretisch aus?

The goal of the 404 pages is to alert the visitor that the content is no longer there, and to offer a way for that visitor to re-engage with your website. This could be a showcase a series of links to the most popular content to keep the visitor from leaving the website. In all cases, be sure to make a 404 page which is light-weight and loads as quickly as possible. You should avoid external calls to services which populate modules inside the page with data. House the information directly within the page itself. [BING]

  1. Sie darf keine „Soft 404“ Redirects auf die Startseite machen. Die einfachste Erklärung dafür ist: Wer nach Bananen sucht darf keine Äpfel angeboten bekommen!

    One common misconception is that it is a SEO best practice to simply 301 redirect pages that return a 404 status code to the homepage of the given domain. This is actually a bad idea for the majority of cases because is can confuse users who may not realize that the webpage they were trying to access doesn’t exist. [SEOmoz]

  2. Die 404 Seiten sollten nach Möglichkeit auch nicht auf andere Seiten umgeleitet werden! „Nicht mehr vorhandene Inhalte sollten lt. Google nicht weitergeleitet werden, sondern Statuscode 404 senden, da der Benutzer eine bestimmte Erwartungshaltung an die Seite hat und diese nicht erfüllt wird, wenn er sich auf einmal auf der Startseite der entsprechenden Seite befindet.“ SEO Book und was Google dazu sagt
  3. Sie muss möglichst gut passende Alternativen zum gesuchten anbieten um die User zu animieren weiter auf der Seite zu bleiben und nicht wieder zurück zu Google zu hoppen. „Include important navigation links at your 404 page: this will both give your readers and search spiders an alternative to go. „ Search Engine Journal
  4. Sie darf nicht zu groß sein, da der Bot sonst zu oft zu viel Daten umsonst laden muss – das mag er nicht! „note that the crawl works on a budget – if it spends too much time crawling your huge images or PDFs, there will be no time left to visit your other pages.“ Search Engine Journal
  5. Sie sollte so selten wie möglich aufgerufen werden! Deswegen solltest Du Dir eine automatische Benachrichtigung einrichten alsbald die Seite aufgerufen wird. Damit kannst Du fehlerhafte Links evt. schneller erkennen als Google und schnell passende Maßnahmen ergreifen: bspw. 301 Redirects auf die richtige Seite oder die Ausgabe des 410 gone Headers für Seiten, die für immer weg sind.

So viel zur Theorie, aber wie sollte nun so eine 404 Seite aussehen?

…..stay tuned

Hier mal eine kleine Anlehnung an einen großen Softwarehersteller und seiner möglichen Lösung — eine, wohlgemerkt, die man nicht Nachmachen sollte:

Wie Microsoft eine 404 Meldung bauen würde
Wir kennen alle diese absolut nichts sagenden MS Fehlermeldungen. Im Prinzip sagen diese nur, dass ein Fehler aufgetreten ist, aber nicht, wie ich diesen in Zukunft vermeiden kann oder warum dieser Fehler entstanden ist.
Als User habe ich folglich nichts von dieser Fehlermeldung, also brauche ich sie auch nicht. Ich klicke sie weg und ärgere mich. So geht es den meisten Usern auch im Web, wenn sie eine 404 Seite sehen. Dies gilt abzufangen und dem User statt Frust Lust auf eine weitere Exploration der eigenen Webseite zu bieten.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den guten Artikel. Nachdem ich das gelesen habe sollte ich wohl mal das Design meiner 404 Pages überprüfen, überholen und redesignen. Ich habe einen kleinen Beitrag geschrieben, indem ich erkläre wie man am besten und „google-freundlich“ mit 404 Seiten umgeht, tauchen diese in den Google Webmastertools auf. Der Artikel ist hier zu lesen (http://thinq.digital/seo/fehler-404-und-google-webmaster-tools/). Viele Grüße aus Hamburg und weiter so. ;)

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