Was ist dran an Google Wave?

Bringt google’s wave wirklich die revolutionäre Art der digitalen Kommunikation, die — wie google behauptet — jede andere Kommunikationsform ersetzen wird? Fakt ist, dass wave einen wirklich neuartigen Weg mitbringt miteinander zu kommunizieren?!

Das Hauptmerkmal bilden die waves, die eine Art in sich gekapselte Chatstreems mit beliebig wählbaren Teilnehmern sind die zudem eine hierarchische Darstellung der Replies haben. Wird ein neues wave erstellt, können Empfänger aus der Kontaktliste hinzugefügt werden, die über das neue wave informiert werden. Der so genannte public User erlaubt zudem jedem angemeldeten User den Zugriff auf das wave. Mit einem neuen wave entsteht also entweder eine Anfrage oder eine Mitteilung an die eingebunden User, die sich dann auf diese Nachricht (Rück-) beziehen können.


Nun, im Grunde ist dies ja aber gar nicht so neu. Die Dienste angefangen vom Usenet, Newsgroups und schließlich Foren sowie Microblogging bauen auf dem gleichen Prinzip auf. Wird also jemand, der das Heise Forum kennt in wave im Prinzip nichts Anderes vorfinden – außer, dass man gezielt User anposten kann?



Nicht ganz — vorausgesetzt einer steigenden Verbreitung von wave, könnte es durchaus einen positiven Effekt auf die digitale Kommunikation zwischen Projektteilnehmern und oder -partnern bringen. Es vereint nämlich die genannten Dienste Chat, (Micro-)Blogging, Forum und E-Mail unter einem Dach und verschafft allen Teilnehmern einen Raum um den Überblick über das gesamte Projekt zu bewahren. Bis allerdings alle für das Projekt wichtigen Teilnehmer in wave geladen sind / werden können wird wohl noch einige Zeit vergehen.

Die Blips — also die einzelnen Posts — sind einfach gesagt Container, die je nach Anwendung anderen Sinn haben können. So wird auch deren Anwendung nicht vordefiniert — auch nicht von Google. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickeln wird. Es erinnert mich mit den ganzen Bots schon ein wenig an die Multi User Dungeons (MUDs) der „ersten Chatgeneration“.

Derzeit sind wirklich viele — ja fast ausschließlich — Web2.0 Anhänger geballt in wave versammelt. Kein Wunder, da wave bisher ja nur auf Einladung funktioniert und natürlich die „Pioniere“ immer den ersten Weg herein finden, so dass man nirgends anders eine so komprimierte Personenschaft der Web2.0 Anhänger als in wave „zusammenhocken“ sieht.


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