Bin ich Internet-süchtig? Mein Leben in der virtuellen Welt

Der Webmaster Friday fragt dieses Mal uns Webjunkies, ob wir Internet-süchtig seien. Um meine Antwort brauche ich gar nicht lange überlegen um ein klares JA auszusprechen!

Ich bin täglich 12h online. Im Beruf ständig am Netz – einen Schritt vor der Konkurrenz sein. Auf dem Weg zur Arbeit das neueste aus der Branche aufsaugen und in der Freizeit euch mit meinen Erkenntnissen berieseln. Als Webentwickler, SEO und Online Marketer muss ich meine digitale Nomaden so gut wie möglich kennen. Familie und Internet — das ist mein Leben! Ohne Internet wäre es nur noch halb so schön!

Warum? Nun, warum unsere Gesellschaft offline langsam den Bach runtergeht, habe ich schon in der zweiteiligen Serie »Generation Web 2.0« zusammengefasst. Und warum ich zu dieser Spezies mit dazugehöre ist eigentlich auch ganz einfach!

Warum ich (wir) die zwischenmenschliche Kommunikation immer mehr ins Web verlagere

Im Web musst Du nur denjenigen zuhören, die Dir auch wirklich interessantes zu erzählen haben. Denn nichts ist einfacher als jemanden, der Dich nicht interessiert, wieder loszuwerden! Auf diese Weise kannst Du Diskussionen führen, die Dich nicht langweilen oder gar aufregen. Im Web muss Dir zudem auch niemand zuhören, der Dir nicht zuhören möchte!

Hohe Reichweite gleichgesinnter Zuhörer

Und wo kann ich außerdem so viele gleichgesinnte Menschen als im Web aufeinmal erreichen? Hier im Blog lesen täglich an die 600 Menschen meine Beiträge. Allesamt scheinen sich dafür auch zu interessieren, da die Absprungrate sich in Grenzen hält. In meinem Fotoblog wiederum 500 Menschen täglich. Auf Googel Plus und Twitter zusammen folgen mir wiederum 700 Menschen. So eine Reichweite erreichst Du im reellen Leben nur äußerst selten. Eigentlich gar nicht, zumindest nicht in unserem Interessensgebiet. Und jetzt stell Dir vor, was diese Reichweite Dir beruflich bringen kann! ;) Selbst die SEO Campixx oder irgend ein Barcamp ist nur eine kurzweilige Ausnahme.

wall-e fat people chatting

Das ist unsere Zukunft Leute!

Die Wahrscheinlichkeit in einer lokal begrenzten Umgebung einen Gesprächspartner zu finden, der sich für ähnliche Themen interessiert wie man selbst, ist verschwindend gering. »Nicht die Geselligkeit lässt uns ins Netz schweifen, […] sondern der Überdruß am anderen, die Angst vor seiner körperlichen Präsenz.« [1] Im Web hingegen existiert keine Bindung an Zeit, Ort und Körper, sodass theoretisch die gesamte Welt offen steht und Interaktionssituationen ermöglicht, an denen zahlreiche Individuen gleichzeitig beteiligt sind, die keine geografische Gebundenheit und körperliche Präsenz voraussetzen.

»unser Publikum ist nämlich nicht egal. Wir setzen alles darauf eine bestimmte Gruppe anzusprechen. Unser ganzes Tun ist nur noch Zielgruppenorientiert ausgerichtet…« aus Individuelle Kommunikation. Und das ist auch hauptsächlich mein Grund zu bloggen.

Fazit:

Eine Prise Wahrheit eine Prise Ironie – Fakt ist: das Internet ist eine große Bereicherung für uns, auf die ich nicht mehr verzichten möchte! Erst heute habe ich dank dem Internet meinen Spülkasten reparieren können ohne auch nur einen Cent für die Reparatur auszugeben! Wir sollten bloß nicht übertreiben! Nicht alle zwei Minuten Mails checken, nihct alle fünf Minuten bei Twitter schauen und nicht 4 Stunden täglich auf Facebook rumhängen

[1] “Das digitale Nirwana”, Bernd Guggenberger, Rotbuch 1997

internetsucht

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