Top oder Flop, ein Wort kann entscheidend sein

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Ich habe neulich auf WDR5 „Neugier genügt“ ein interessantes Beispiel gehört. Eine Psychologin hat in Frankreich an einer Uni eine Praxis eröffnet und wollte damit den Studenten helfen Stress abzubauen und gelassener zu werden.

Ihr erster Slogan war: „Stress abbauen durch Entspannungsübungen“ – dieser scheiterte kläglich, da die Studenten kein Interesse an Entspannung hatten. Sie argumentierten, dass sie keine Zeit haben, sich zu entspannen. Sie müssen die gesamte Zeit ihr vollstes geben. Ihre Praxis blieb leer.

Ihr zweiter Slogan hieß dann einfach: „Kurse zum Stressabbau“ – das Wort Entspannung hat sie aus dem gesamten Prozess komplett gestrichen. Dieser Slogan schlug ein, wie ein Bombe und die Dame kann sich kaum noch vor Studenten retten. Die Kurse sind voll und die Studenten gelassener.

Was ist passiert? Die Psychologin hat verstanden, was ihre Zielgruppe nicht will und verkauft die gleiche Leistung nun unter einem Namen, der einfach verschleiert auf welche Weise der Stressabbau funktioniert. Der „Kunde“ bekommt das gleiche Rezept, wird jedoch gezielt an seinen Ängsten vorbeigeführt.

Ein und die selbe Tätigkeit kann auf verschiedenste Arten beschrieben werden. Eine Beschreibung kann dabei zum absoluten Kracher werden, eine andere zum totalen Flop. Nichts ist also wichtiger, als seine Kundschaft (Zielgruppe) so gut wie möglich kennenzulernen um einen Blick von der gleichen Perspektive auf das Produkt zu werfen.

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