Der perfekte Newsletter

„Wenn ich mir meinen Posteingang ansehe, sehe ich genau welche Art von E-Mail Newslettern ich nicht bekommen möchte“ [@conversionista]

Doch welche Newsletter kommen an? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Einfacher ist es da schon zu sagen wie ein Newsletter nicht aussehen sollte oder welche Elemente er unbedingt enthalten muss, damit er überhaupt eine Chance hat gelesen zu werden.


Sesam öffne Dich!

Öffnen oder nicht öffnen, das ist hier die Frage! Der erste Blick im E-Mail Client entscheidet über das Öffnen oder nicht öffnen eines Newsletters. Hier spielt die Absenderadresse und insbesondere der Betreff eine sehr wichtige Rolle.

Absenderadresse

Die Absenderadresse muss authentisch wirken. Sie sollte zum Einen von der Domain des Unternehmens stammen und zum Anderen einen vernünftigen und aussagekräftigen Alternativnamen tragen — viele E-Mail Clients zeigen vorzugsweise den Alternativnamen an, sofern die Adresse bereits bekannt ist!
E-Mailadressen auf die nicht geantwortet werden kann sollten vermieden werden. Als Unternehmer möchte ich mit einem Newsletter unter Anderem näher an den Kunden treten, also sollte ich Ihm auch die Möglichkeit eines Rückkanals bieten — Interessant wäre es herauszufinden, ob ein an den Newsletter gekoppeltes Blog die Kunden dazu ermuntern würde, sich zu den Themen des Newsletters zu äußern.

Der Betreff

Wer verkaufen möchte sollte fesselnde Headlines erzeugen können. Newsletter mit Betreffzeilen wie „Newsletter November 2010“, „Unsere Neuigkeiten für Sie“ oder „Alles Neu im September“ sind von vornherein dazu verdammt sofort im Papierkorb zu landen. Jeder einzelne Newsletter muss eine eigene coole Headline tragen und suggerieren darin etwas absolut Neues und aufregendes zu finden. Der Leser muss das Gefühl bekommen er halte ein Weihnachtsgeschenk in den Händen und wolle unbedingt erfahren, was hinter / in der Verpackung steckt.
www.unternehmer.de hat da noch ein paar Tips im Petto

Lass Dich überraschen

Ist die Neugier geweckt heißt es Sie nicht abklingen zu lassen sobald der Newsletter geöffnet wird. Die Spannung darf nicht abbrechen und schon gar nicht wegen einem technischen Missgeschick. Hier spielen das Design, die Aufteilung und die technische Umsetzung in der Oberliga.

Ich sehe was was Du nicht siehst

Viele potenzielle Leser nutzen eine E-Mail Vorschau. Viele von Ihnen nutzen eine Vorschau ohne Bilder. Also muss der Newsletter auch ohne Bilder gut darstellen! Bilderreichen und weißer Raum, der zwar an den nächsten Winterurlaub erinnert aber nichts verkauft schrecken den Leser sofort ab und die Mail ist Geschichte. Aus diesem Grund darf an der ersten oberen linken Stelle kein großes Bild eingebunden werden. Besser ist es, wenn ganz oben links ein kleiner kurzer Text mit allen wichtigsten Elementen aufgeführt ist — wie ein Teaser vor jedem größeren Zeitungsartikel. Was hier definitiv nicht stehen darf ist ein Satz, der leider viel zu oft zu lesen ist: „Wenn Sie hier nichts sehen können, klicken Sie bitte hier“. Er versalzt gewaltig den Reiz der Neugier besonders bei E-Mail clients, die die ersten Zeilen einer E-Mail auslesen und unter den Betreff schreiben. Ausserdem klickt Niemand auf dieses „hier“. Warum auch? Ich sehe ja nicht was ich davon habe!
Bilder mit aussagekräftigen alt Tags zu versehen sollte trivial sein.

Aus Neugier Handeln

Ist der Leser gelandet und dabei meine Ergüsse zu lesen befindet er sich zu 98% vor dem Bildschirm — ja es gibt wirklich Leute, die sich E-Mails ausdrucken um Sie zu lesen! Einen Roman erwartet Er oder Sie jetzt bestimmt nicht, also muss ich in einer einfachen Sprache meine Highlights präsentieren. Kaum ein Leser wird sich den ganzen Text durchlesen, sondern nur überfliegen – skimmen. Das wichtigste muss also kurz und knackig am Anfang stehen, in einer einfachen Sprache gehalten sein und aus Neugier Handlungsbedarf wecken. Dazu muss ich vor allem meinem potenziellen Besucher wichtige Fragen beantworten, sonst fragt er sich was das Ganze soll:

  • Wer bietet mir hier was an? – Logo, Tagline
  • Was kann ich hier tun? – Headline
  • Warum sollte ich das tun? – Leadtext, Bulletlists, Preise
  • Was muss ich dafür leisten?
  • Was muss ich als nächstes tun? – Call to Action

[@landingpagetricks]

Die Call to Action sollte dabei nicht vor dem Zeitpunkt eingesetzt werden, bevor der Leser weis, warum er handeln sollte.

Call to Action

http://www.karlkratz.de/onlinemarketing-blog/handlungsaufforderung-landingpage/

Bildsüchtigkeit – oder warum die BILD, SiXT oder Mediamarkt so erfolgreich sind

Warum ist der Mediamarkt Newsletter oder die BILD so erfolgreich? Sie haben beide etwas gemein. Liselotte Strelow hat es bereits 1960 in Ihrem Buch »Das manipulierte Menschenbildnis« diskutiert

Geben wir einem einfachen als auch einem anspruchsvollen Menschen eine Zeitung in die Hand, so erleben wir, dass beide gleich reagieren. Jeder betrachtet zuerst die Bilder und fängt dann erst an zu lesen

Warum? ganz einfach. Die meisten Menschen leben ein geordnetes Leben und schlagen nicht über die Stränge. Jenseits der Stränge fängt das Leben aber erst an und so möchte jeder insgeheim mit denjenigen identifizieren, die den Mut oder die Kreativität besitzen jenseits des geordneten zu Leben. Deswegen lesen wir Kriminalreißer, Kriegsbücher oder pikante Liebesgeschichten. Wir suchen kurzgesagt nach Sensationen.

Einen Text zu lesen erfordert aber eine größere Konzentration als das Betrachten eines Bildes — Strelow vergleicht das Betrachten eines Bildes sogar mit dem Gefühl ein niedliches Tier zu streicheln. Der erwähnte geordnete Alltag beinhaltet aber genügend Anstrengung, so dass alsbald wir es können, nach Entspannung suchen, aber nicht nach jener, die den Müden einschläfert sondern die aufheitert, aufpeitscht und erregt.

Was das jetzt mit der BILD zu tun hat ist jedem klar, aber was bringt diese Einsicht Mediamarkt oder unserer Newsletterkampagne?
Ganz einfach! Der Konsument ist bereits durch die Fülle der Werbung abgestumpft. Aufmerksamkeit kann man bei Ihm nur noch durch Ausgefallenheit erzeugen. Er muss etwas zu Gesicht bekommen, was er sonst so noch nicht gesehen hat und auch woanders nicht zu sehen bekommt.

Und wie sieht nun der perfekte Newsletter aus?

So wie die Newsletter von made.com
Der perfekte Newsletter

Die Newsletter von made haben eine eindeutige Call to Action, beantworten alle W-Fragen unmissverständlich und bieten jedes Mal etwas absolut neues, was es vorher im Shop nicht gegeben hat kombiniert mit einem reizendem Bild. Frau Strelow hätte sicherlich ihre Freude dran.

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Viktor,

    durch Deinen Kommentar auf meinem Blog bin ich zu Deinem gekommen ;-) Ich habe zum gleichen Thema vor einiger Zeit einige Informationen gesammelt, die sich dann in die drei Artikel aufsplitten. Die Artikel sind:

    –> Der Leitfaden zum perfekten Newsletter: Technische Voraussetzungen – http://opinion-leadership.de/jM

    –> Der Leitfaden zum perfekten Newsletter: Rechtliche Hintergründe – http://opinion-leadership.de/lN

    –> Der Leitfaden zum perfekten Newsletter: Inhaltliche Konzeption – http://opinion-leadership.de/vz

    Geht es im ersten Teil primär darum, was man auf der technischen Seite sicherstellen und gewährleisten muss, um einen perfekten Newsletter zu schreiben, wird im zweiten Artikel die rechtliche Situation in Deutschland beleuchtet. Der dritte Artikel beinhaltet dann Best Practice-Beispiele für wirklich gute Newsletter. Viel Spaß!

    Grüße

  2. Hallo zusammen,
    wenn ich euch lese, wie ihr vom perfekten newsletter schreibt finde ich es genial,
    schaut mal mein portal mit dem einzigen neuen videos newsletter
    was sagt ihr dazu?
    ihr kénnt mir gern danach auch per mail eure kommentare geben
    MFg Nicco

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