Brockhaus vs. Wikipedia
Es gibt ja immer wieder Leute, die der Wikipedia böses vorwerfen. Der US Senat will es für Unis und Schulen verbieten, dann ließt man von Niederländischen Wikipedia-Verbot im Justizministerium und und und. Dabei ist die Wikipedia gar nicht so schlecht wie Ihr Ruf.
Der “Stern” hatte nämlich vom wissenschaftlichen Informationsdienst in Köln die Wikipedia gegen das Brockhausband im Test antreten lassen. Es wurden 50 zufällig ausgewählte, breit gestreute Begriffe gegeneinander verglichen. Dabei hatte die Wikipedia nur in der Verständlichkeit die hintere Bank einnehmen müssen. Besonders im Punkte der Aktualität aber AUCH in der Korrektheit hatte Wikipedia die Nase vorn. Sogar deutlich, denn die Noten lassen es für sich sprechen: Wikipedia 1,7 und Brockhaus 2,7
2006 hatte die US Zeitschrift “Nature” bereits einen ähnlichen Test unternommen und hatte die englische Wikipedia gegen die Encyclopedia Brittanica verglichen. Das Ergebnis war damals schon nicht gegen die Wikipedia zu verwenden. Die Encyclopedia Brittanica sei zwar besser, aber nicht viel, hieß es!
Nun lese ich zusätzlich in den Heisenews:
Nach einem Verlust in der Größenordnung von “mehreren Millionen” plant der Brockhaus-Verlag eine Neuausrichtung des Geschäftes. Mitte April will man mit einem “Lexikonportal” online gehen und sich als “Wissensnavigator” für eine junge Zielgruppe präsentieren. Das Portal soll durch Werbung finanziert werden
Wer macht hier also wen nach? Ich würde klar sagen, Brockhaus die Wikipedia!
Der aktuelle Schritt zum werbefinanzierten Modell ermöglicht es allen Menschen, am relevanten, nicht-manipulierbaren ‘Brockhaus-Wissen’ teilzunehmen”, heißt es in deutlicher Anspielung auf die freie Enyzklopädie Wikipedia, gegen die sich Brockhaus positioniert.
Ob die Begriffe “werbefinanziert” und “nicht-manipulierbar” nicht in einem gewissen Spannungsverhältnis zueinander stehen , wird der Internet-Kunde ab 15. April überprüfen könnnen.
Tja, Wikipedia, Du bist demnächst wohl doch definitiv die Nummer 1 ?!?!





